Neymar entgeht millionenstrafe: gericht hebt urteil auf
Rio de Janeiro – Ein Millionenstrafe gegen den brasilianischen Fußballstar Neymar wurde aufgehoben. Das Gericht stützte sich dabei auf Verfahrensmängel, nachdem zuvor Umweltverschmutzung vorgeworfen worden war.

Gericht erklärt strafe gegen neymar für nichtig
Die Entscheidung betrifft eine Geldbuße von rund 16 Millionen Real (ca. 3 Millionen US-Dollar), die dem 34-jährigen Neymar 2023 von der Staatsanwaltschaft in Mangaratiba auferlegt worden war. Ihm wurde vorgeworfen, beim Bau eines künstlichen Sees auf seinem Anwesen Bauabfälle ins Meer entsorgt und damit zwei Buchten verschmutzt zu haben.
Das Gericht begründete die Aufhebung mit Mängeln im Ermittlungsverfahren. Laut Entscheidung stützten sich die Vorwürfe ausschließlich auf Fotos und Videos, die nach einem anonymen Hinweis eingereicht wurden. Weitere Beweise lieferten die Umweltbehörden nicht. Ein technisches Gutachten der Verteidigung ergab zudem, dass die Wasserqualität zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Vorfalls innerhalb der zulässigen Grenzwerte lag.
Neymars Anwälte betonten, dass die Ermittlungen aufgrund eines immensen Mediensturms eingeleitet worden seien und verwiesen auf die Prominenz ihres Mandanten. Die Geldbuße war bereits seit 2024 ausgesetzt worden, jetzt folgte die endgültige Aufhebung. Der Offensivspieler, der seit 2025 beim FC Santos spielt, hatte zuletzt mit Verletzungsproblemen und einer Nichtnominierung für die brasilianische Nationalmannschaft unter Trainer Carlo Ancelotti zu kämpfen.
Die Aufhebung der Strafe ist ein deutlicher Hinweis darauf, wie anfällig Prominente für Umweltvorwürfe sein können und welche Bedeutung ein fehlerhaftes Ermittlungsverfahren hat. Für Neymar ist dies ein Freispruch, der ihm erlaubt, sich wieder voll auf seine sportliche Karriere zu konzentrieren.