Laimer fordert mehr: gehaltsvorstellung bei bayern könnte zu zoff führen!
München – Konrad Laimer, der Allzweckmann des FC Bayern, spielt um eine Gehaltserhöhung. Nach seinen überragenden Leistungen in mehreren Positionen fordert der österreichische Nationalspieler im neuen Vertrag ab Sommer 2027 eine spürbare Aufwertung. Doch die Verhandlungen mit dem Rekordmeister könnten sich als zäh erweisen. Sportvorstand Max Eberl hält die Gespräche vorerst für ruhend – ein Poker, der Bayern-Fans aufhorchen lässt.
Die vielseitigkeit zahlt sich aus – oder doch nicht?
Laimer hat sich in dieser Saison als unersetzlicher Leistungsträger bewiesen. Ob als Rechtsverteidiger, Linksverteidiger oder im Mittelfeld – der 28-Jährige füllt jede Rolle mit Leidenschaft und taktischer Disziplin. Seine Flexibilität ist ein enormer Vorteil für Trainer Vincent Kompany, doch sie birgt auch eine Herausforderung bei den Gehaltsverhandlungen. Während Vereinspatron Uli Hoeneß Laimer schätzt und seine Leistungen anerkennt, scheint Eberl einen kühlen Kopf zu bewahren und auf eine üppige Gehaltserhöhung zu verzichten.
Das jüngste Spiel in Bergamo verdeutlichte Laimers Einsatzwillen. Trotz einer Gelben Karte in der ersten Halbzeit ließ er nicht nach, wurde dann zur Pause aus taktischen Gründen ausgewechselt. Auch nach dem Spiel zeigte er Teamgeist, tröstete verletzte Mitspieler wie Alphonso Davies, Jamal Musiala und Jonas Urbig – ein echter Teamplayer, der das „Konni-Laimer-Feeling“ verkörpert, wie Thomas Müller einst sagte. Doch auch er zeigte menschliche Schwächen, verlor ein paar Bälle und unterlag in Zweikämpfen. Das ist aber eben Fußball.

Der davies-ersatz und seine chance
Die wiederholten Verletzungen von Alphonso Davies stellen Laimer vor eine willkommene Chance, sich endgültig als Davies-Ersatz zu etablieren. Gerade im Hinblick auf seine Vielseitigkeit ist er die ideale Besetzung für diese Rolle. Seine Physis, Laufbereitschaft und sein unbedingter Einsatzwille machen ihn zu einem wertvollen Spieler – und somit auch zu einem gefragten Mann. Die Verhandlungen um seinen neuen Vertrag haben begonnen.
Laimers aktuelles Arbeitspapier läuft im Juni 2027 aus. Angesichts seiner Leistungen und seines Wertes für die Mannschaft ist eine Gehaltserhöhung mehr als gerechtfertigt. Sein Berater, die Agentur ROOF, die auch Serge Gnabry und Leon Goretzka vertritt, kennt den Markt und weiß, was ihr Klient wert ist. Die Zeichen stehen gut für Laimer – ein dickes Paket könnte sein letzter großer Vertrag werden.
Die finanzielle Situation des FC Bayern spielt ebenfalls eine Rolle. Die teuren Vertragsverlängerungen der Vergangenheit (Musiala, Kimmich, Davies, Upamecano) haben die Vereinskasse belastet. Der mögliche Abschied von Manuel Neuer im Sommer könnte jedoch etwas Luft in der Kasse schaffen. Eberl muss den Kader straffen und die Gehälter im Blick behalten – ein Balanceakt, der die Verhandlungen mit Laimer erschwert.
Obwohl die Gespräche momentan ruhen, deutet alles darauf hin, dass der FC Bayern Laimer halten möchte. Seine Flexibilität, seine Anpassungsfähigkeit und sein Spielverständnis machen ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Teams. Die Frage ist, ob sich die Vorstellungen von Verein und Spieler in Zukunft treffen werden.