Fc köln in der krise: offensive versagt – trainer kwasniok sucht nach lösungen
Der 1. fc köln steckt in einer tiefen Krise. Nur zwei Siege seit Jahresbeginn sind für den Bundesliga-Aufsteiger zu wenig, und die Probleme scheinen tiefer zu liegen als nur die reine Bilanz. Die Offensive des Teams versagt zusehends, und die Mannschaft verliert Spiele, obwohl sie oft über den Spielanteil verfügt.

Tore fehlen: die kölner offensive kämpft mit der chancenverwertung
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 13 Tore in elf Spielen – das ist lediglich ein Durchschnitt von 1,2 Toren pro Partie. Im Vergleich dazu erzielen andere Teams in der unteren Tabellenhälfte, wie der VfL Wolfsburg, deutlich mehr.
Das Problem liegt nicht in der Abwehr, die bisher meist stabil gestanden hat. Vielmehr fehlt es vor dem Tor an Durchschlagskraft. Oftmals setzt Köln auf lange Bälle zu Ragnar Ache, der dann die einrückenden Nebenleute einsetzen soll. Doch diese Angriffsstrategie führt selten zu gefährlichen Situationen.
Die Abhängigkeit von Einzelleistungen wird immer deutlicher. Gegen Hoffenheim und Borussia Dortmund waren es individuelle Aktionen von Isak Johannesson und Jakob Kaminski, die dem FC Punkte besorgten. Doch aus dem Spiel heraus gelingt es kaum, Torchancen zu kreieren. Nur Eric Martel und Isak Johannesson sind im Mittelfeld regelmäßig gefährlich, während Tom Krauß, der zuletzt aufgrund von Personalmangel als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde, seine Stärken in den Umschaltmomenten hat.
Trainer Lukas Kwasniok hat
bereits mehrere Umstellungen im Mittelfeld vorgenommen, da sowohl Martel als auch Johannesson zuletzt nicht in Bestform waren. Auch die Umfunktionierung von Jakub Kaminski zum Sechser zeigt die Ratlosigkeit im Zentrum. Die Personalnot zwingt den Trainer zu ungewohnten Lösungen.Mit Felipe Chavez, der im Januar verpflichtet wurde, hat Köln nun einen talentierten Spieler im Kader, der genau in diesem Bereich seine Stärken entwickeln soll. Ob der Bayern-Leihe die Umsetzung gelingt und er die dringend benötigte Frische in die Offensive bringt, wird sich zeigen. Die Aufgabe ist alles andere als einfach.
Die entscheidende Frage im kommenden Spiel gegen Borussia Mönchengladbach lautet: Kann Kwasniok die Rätsel im Mittelfeld lösen und dem Team den dringend benötigten dritten Sieg des Jahres besorgen?
Die Kölner müssen lernen, mehr aus ihren Spielanteilen herauszuholen, denn die aktuelle Form ist gefährlich. Die Offensive muss dringend Antworten liefern.
Die Bilanz ist alarmierend: Nur in drei der elf Partien seit Neujahr erzielte der FC mehr als einen Treffer. Ein Zustand, der die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft.
Diese Entwicklung ist nicht nur ein Rückschlag, sondern eine klare Warnung. Die Krise im 1. fc köln ist real, und die Zeit drängt.