Cottbus auf dem weg in die relegation – wollitz unter druck!
Der MSV Duisburg droht ein schneller Absturz, doch Energie Cottbus könnte im direkten Aufstiegsmomentum liegen. Ein fragiles Gleichgewicht, das Trainer Claus-Dieter Wollitz vor immensen Herausforderungen stellt.
König manu pausiert – offensive im abwärtstrend?
Die Personaldecke bei Cottbus dünnt merklich. Neben dem gesperrten King Manu, Timmy Thiele, Erik Engelhardt, Axel Borgmann, Dominik Pelivan und Justin Butler stehen zahlreiche weitere Schlüsselspieler im Abseits. „Wir müssen abwarten, wer am Ende zuspielen kann“, erklärt Wollitz lakonisch. Die Lage in der Offensive ist alarmierend: Ein möglicher Engpass droht, dessen Lösung der erfahrene Coach bereits parat hat – Ted Tattermusch als Sturmgestalter.

Wollitz‘ drittes – ein traum mit stolpersteinen
Der Routinier, der bereits zweimal die Verantwortung bei Energie trug, strebt den Aufstieg in die zweite Liga an – unabhängig von seiner eigenen Zukunft. Ein „außergewöhnlicher Traum“, so der 60-Jährige, der sich jedoch der strukturellen Probleme nicht entziehen kann. Das Eliaspark Arena selbst ist ein Albtraum: Die Mannschaft äußerte kürzlich den Wunsch, das Gelände nicht mehr zu betreten. Eine „krasse Aussage“, die Wollitz mit einem Ausweichen auf die U-17-Anlage quittierte.

Leistung statt prestige – wollitz‘ kritik
Nicht nur die Infrastruktur mangelt es Cottbus, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung. Wollitz kritisiert die mangelnde Wertschätzung für die defensive Stabilität des FCE: „Wir haben in 16 Spielen lediglich 15 Gegentore kassiert. Das wurde bis heute nicht richtig gewürdigt.“ Die Erkenntnis: Fußball ist – wie auch bei Wollitz selbst – vor allem eine Frage der Leistung. Ein Fakt, der sich in seiner dritten Amtszeit als Energie-Coach bewahrheitete, als er die Lausitzer fast zum Aufstieg in die 2. Bundesliga führte.

Ein blick in die zukunft – ohne fragen
„Ich mag es nicht, unter Anfeindungen zu arbeiten“, betont Wollitz. „Deshalb ist alles möglich.“ Unabhängig von einem möglichen Aufstieg oder einer eigenen Rolle im Verein, wird der 60-Jährige in den kommenden Spielen „alles geben“. Ein klares Bekenntnis, verbunden mit der Feststellung, dass es „um den Klub gehen sollte – nicht um mich“. Die Entscheidung liegt in den Händen der Spieler und dem Vorstand. Die Realität ist, dass Cottbus dringend Verbesserungen benötigt, die weit über das sportliche Geschehen hinausgehen. Ein Fakt, der Wollitz zunehmend frustriert.