Rivera legt handball-karriere – schmerz und nantes-liebe

Valero Rivera beendet seine aktive Karriere im handball. Ein Abschiedsturnee führt den 41-Jährigen zu einem besonderen Duell mit dem FC Barcelona – dem Verein, der einst seine glanzvolle Karriere begann, aber auch schmerzhafte Rückschläge mit sich brachte.

Die last der erwartung – ein persönlicher kampf

Schon als Jugendspieler stand Rivera für Barcelona, dank seines Vaters, dessen Legende als Spieler und Trainer unvergessen ist. Doch der Titel, die 70 Siege, darunter sechs Champions-League-Triumphe, waren auch eine immense Last. «Es hat anfangs geholfen, doch dann auch verletzt», gesteht Rivera. «Ich hatte eine schwere Zeit, und wenn ich bilanziere, dann hat es mir mehr geschadet als genützt.»

Nach seinem ersten Abschied 2005 folgten Spielzeiten in verschiedenen spanischen Vereinen – stets unter dem Schatten des Namens. Das Spiel war eine Bürde, die ihn an den Rand brachte. 2010 folgte der Schritt nach Frankreich, nach Nantes. Dort fand er nicht nur eine neue Perspektive, sondern auch die Freude am Spiel.

Nantes – mehr als nur ein verein

Nantes – mehr als nur ein verein

«Als ich nach Frankreich ging, konzentrierten sie sich nur auf mein Spiel und darauf, was ich auf dem Platz leistete. Das hat mir den Rücken freigehalten», erklärt Rivera. Ab 2016 kehrte er zu Barca zurück, bevor er erneut nach Nantes wechselte. «Ich liebe Barca, aber ich spiele für Nantes.» Die Stadt und ihre Menschen veränderten sein Leben – seine Frau und drei Kinder sind dort geboren. «Hier wurde ich von Anfang an herzlich aufgenommen. Das hat sich nicht geändert, egal wie gut ich in Barcelona gespielt habe.»

Jetzt steht ein letztes Kapitel bevor: Das Duell mit Barcelona im Palau Blaugrana. Der Rückkampf wird emotional, besonders da sein Vater vor Ort sein wird. «Ich freue mich riesig darauf, im Palau zu spielen. Das Schicksal hat es so gewollt, dass ich vor meinem Abschied noch einmal in Barcelona spielen werde. Ich habe mich immer sehr willkommen gefühlt, und daran hat sich meiner Meinung nach nichts geändert. Ich liebe Barca, aber ich spiele für Nantes.»