Zug-trauerfall: genonis-fluch setzt sich fort – playoff-aus naht
Der EV Zug steckt in einer tiefen Krise. Nach einem enttäuschenden Saisonabschluss droht der Schweizer Giant erneut ein frühes Aus in den Playoffs. Die Leistung des langjährigen Top-Goalies Leonardo Genoni ist dabei ein zentraler Streitpunkt.

Fangquoten sinken: der mythos bröckelt
Seit Jahren war Leonardo Genoni die Speerspitze der Zuger Verteidigung, doch die letzten beiden Playoff-Teilnahmen sind von Rückschlägen geprägt. Während er in der Vorsaison bereits im Viertelfinale gegen den HC Davos scheiterte, sieht es nun nach einem erneuten Sweep aus. Die Statistik zeigt einen deutlichen Abwärtstrend bei seinen Fangquoten.
In der aktuellen Saison verzeichnet Genoni mit 88,7 Prozent eine Fangquote, die deutlich unter seinen eigenen Standards liegt. Das ist besonders beunruhigend, da er in den Play-In-Spielen noch bessere Werte von bis zu 92,86 Prozent erreichte. Diese Schwankungen werfen Fragen nach seiner aktuellen Form und seiner Fähigkeit auf, den Zug stabil zu halten.
Die Defensive des EV Zug, die in der laufenden Saison nicht immer überzeugt hat, scheint Genoni zusätzlich zu belasten. Eine löchrige Abwehr kann selbst einen Top-Goalie nicht retten. Und genau das ist nun das Problem: Die Mannschaft um Genoni hat Schwierigkeiten, die Räume zu verteidigen, was zu unnötigen Toren führt.
Die Daten von eliteprospects.com zeigen, dass Genonis Werte in den letzten zwei Jahren erstmals unter die Marke von 93 Prozent sanken. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass der 38-Jährige nicht mehr der Garant für Siege ist, der er einst war. Trotz seiner herausragenden Leistungen bei den Olympischen Spielen kann er seine Mannschaft nicht alleine tragen.
Der Zug benötigt von Leonardo Genoni in den kommenden Spielen übermenschliche Leistungen. Andernfalls wird die Saison für die Innerschweizer deutlich früher beendet als erhofft. Die Gefahr eines zweiten Sweeps durch den HC Davos ist real – und das wäre ein schwerer Schlag für den Verein.
Es ist mehr als nur ein sportlicher Rückschlag. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Ära des unangefochtenen Top-Goalies im EV Zug möglicherweise zu Ende geht. Und das wirft Fragen auf, wie der Verein in Zukunft seine Torhüterposition gestalten will.
Die nächste Partie gegen den HC Davos am [Datum einfügen] wird zeigen, ob Genoni den Erwartungen noch gerecht werden kann – und ob der Zug dem frühen Saisonende entgehen kann.