Wemby-ausfall: spurs setzen auf fox, harper und castle

Die San Antonio Spurs müssen sich nach dem schweren Verletzungsfall von Victor Wembanyama anpassen. Der französische Center könnte für den Rest der Regular Season ausfallen. Das bedeutet, dass andere Spieler größerer Verantwortung ausgesetzt sind. Insbesondere De'Aaron Fox, der vor über einem Jahr als Co-Star geholt wurde, muss jetzt liefern.

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De'aaron fox als unterschiedsspieler?

Das statistische Profil von De'Aaron Fox ist so schwach wie zuletzt in seiner zweiten Saison, durchschnittlich sind es nur 18,6 Punkte und 6,2 Assists. Dennoch reichte es für den Guard zum zweiten Mal für ein All-Star Team, dem Teamerfolg sei Dank.

Nun lässt sich argumentieren, dass Fox zum Wohle des Teams etwas auf die Bremse getreten hat, doch seine Vorzüge scheinen nicht mehr so durch wie noch zu Kings-Zeiten. Hier überzeugte Fox als Turbo-Guard, der einen guten Mitteldistanzwurf sein Eigen nennt. Dazu wurde der 28-Jährige 2022/23 der erste Clutch Player of the Year, der regelmäßig im vierten Viertel das Spiel an sich riss.

In San Antonio muss er sich diesen Job mit Wemby teilen und schießt dabei recht mittelmäßige Quoten. Die Spurs werden aber genau so einen Spieler brauchen, der wie ein Star agiert und in wichtigen Momenten zur Stelle ist. Oft hatte Fox solche Momente im Spurs-Jersey noch nicht.

Was macht die Spurs auf Center?

Klar, Kornet kann Wemby zwar nicht eins zu eins ersetzen, aber zumindest ist der frühere Celtics-Center eine solide Übergangslösung auf der Fünf, der den Ring beschützt und aus dem Pick’n’Roll als Abnehmer gute Entscheidungen treffen kann. Dreier wirft der 30-Jährige nicht, was ein wenig zulasten des Spacings gehen wird. Interessanter wird es aber dahinter.

Coach Mitch Johnson vertraute in Spiel 2 dem nicht einmal zwei Meter großen Rookie Carter Bryant die restlichen Fünfer-Minuten an, mit diesem kleinen Lineup switchten die Spurs vieles. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob San Antonio hier Fehler bei der Kaderplanung gemacht hat. Schließlich stehen mit Kelly Olynyk, Bismack Biyombo und Mason Plumlee noch drei (!) weitere Center im Kader, die aber scheinbar nicht das Vertrauen von Johnson bekommen. Warum genau wurde Plumlee eigentlich noch im Februar geholt?

Die jungen Wilden

Neben Fox werden auch die jungen Guards mehr Verantwortung schultern müssen, namentlich Stephon Castle und Nr.2-Pick Dylan Harper. Gerade Castle profitiert von der Anwesenheit von Wemby, die Chemie zwischen den beiden funktioniert. Ohne ihn hat es der noch amtierende Rookie of the Year deutlich schwerer, weil die Lob-Option wegfällt und Kornet das Feld nicht breit machen kann.

Wie Fox hatte auch Castle im vierten Viertel Schwierigkeiten, für sich zu kreieren. Portland ist in dieser Hinsicht mit Jrue Holiday, Toumani Camara und Robert Williams III (der machte ein überragendes Spiel unter dem Korb) sehr gut aufgestellt. Ähnlich sieht es bei Harper aus, dessen Wurf noch nicht da ist, wo er mal sein kann. Somit braucht auch der 20-Jährige mehr Platz, um sich entfalten zu können.