Vuelta a España 2026: Roglic im Blick auf fünften Gesamtsieg – mit Philosophie zum Rekord?
Die Vuelta a España ist nach dem Aus von Tadej Pogacar völlig offen. Primoz Roglic befindet sich nun überraschend in Schlagdistanz zum Roten Trikot und könnte damit einen historischen fünften Gesamtsieg feiern und alleiniger Rekordhalter werden.
Roglics Philosophie im Herbst seiner Karriere
Im Exklusiv-Interview mit Eurosport sprach der 36-Jährige über seine Herangehensweise an das Rennen im Herbst seiner erfolgreichen Karriere. Roglic wirkte gefasst und mit sich im Reinen, wobei das Ergebnis fast zweitrangig zu sein schien. Er betonte: „Ich will mich nicht so viel beschweren über Dieses oder Jenes – am Ende stehen wir alle an der Startlinie. Wenn man das Rennen gewinnen will und sein Bestes geben will, dann muss man es eben einfach tun.“
Nach einer Kollision mit einem Auto nur vier Wochen vor dem Start seiner Teilnahme war er unsicher. Aktuell liegt er 1:18 Minuten hinter Enric Mas auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung.

Lektionen aus Schwierigkeiten und der Blick nach vorn
Roglic scheint im Herbst seiner Karriere immer mehr zum Philosophen zu werden. „Alles hat immer zwei Seiten“, erklärte er. „Es gibt positive und negative Aspekte. Man hat seine eigenen Vorstellungen, wie die Dinge laufen könnten, aber das Leben läuft oft anders. So kann es manchmal schwer sein, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind.“
Er bezeichnet sich selbst als „Weltmeister im Umgang mit schwierigen Situationen“ und betonte: „Man lernt am meisten aus Problemen. Schwierigkeiten zeigen einem, welche Arbeit man noch vor sich hat. Das ist mein Ansatz.“ Trotz seiner philosophischen Betrachtungsweise ist Roglic von einem großen Siegeswillen getrieben – „sonst wäre ich nicht hier.“ Die nächste Chance dazu bietet sich am Donnerstag in der schweren Bergetappe nach Calar Alto.