Pechstein entlassen: DESG schwenkt um – Abratkiewicz neuer Sprint-Bundestrainer
Die deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) hat erneut einen Kurswechsel vollzogen. Nach turbulenten Monaten und sportlich enttäuschenden Ergebnissen wurde die bisherige Sportgeschäftsführerin Claudia Pechstein – kommissarisch – abgelöst. Die Entscheidung, die fünfmalige Olympiasiegerin selbst zu ersetzen, ist ein klares Signal zur Notwendigkeit radikaler Veränderungen.
Neue Stimmen am Start: Abratkiewicz und Hall übernehmen
Am 1. August traten Claudia Pechstein und der polnische Shorttracker Pawel Abratkiewicz als neue Bundestrainer an. Sie übernehmen die Verantwortung für die Kaderathleten und –Athletinnen. Ein signifikanter Schritt, um die Strukturen neu auszurichten und die sportlichen Ziele zu erreichen. Der Stützpunkt Inzell erhält einen neuen Leiter: Mike Hall, ein kanadischer Olympiateilnehmer von 1994, wird künftig die Trainingsarbeit leiten.
„Wir wollen zurück an die Weltspitze, und wir schaffen dafür jetzt nicht nur die strukturellen, sondern auch die personellen Voraussetzungen“, erklärte DESG-Präsident Mathias Große. „Unsere Athleten erhalten ab dem 1. August eine Betreuung auf absolutem Top-Niveau.“ Die Bisherigen, Aart van der Wulp und Alexis Contin, kehrten nach den enttäuschenden Spielen in Mailand in ihre Heimatverbände zurück. Die Suche nach geeigneten Nachfolgern war intensiv.
Abratkiewicz wird sich dabei verstärkt auf den Sprint-Bereich konzentrieren, während Hall die Grundlagenarbeit am Stützpunkt Inzell leisten wird. Die Kombination aus Erfahrung und internationaler Expertise soll die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wieder in die Erfolgsspur bringen.
Die Entscheidung unterstreicht die Dringlichkeit, die die DESG empfindet. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Neuausrichtung die gewünschten sportlichen Ergebnisse liefert. Die Erwartungen sind hoch, und der Druck auf die Athleten ist immens.