Paralympics italien: silber für schulz – doping-skandal revanchiert sich

Martin Schulz erhält nachträglich die Silbermedaille im Triathlon von den Paralympics in Italien. Knapp zwei Jahre nach Paris wurde sein brasilianischer Konkurrent Ronan Nunes Cordeiro positiv auf ein verbotenes Mittel getestet. Seine Ergebnisse wurden annulliert.

Schulz profitiert von doping-entdeckung

Schulz profitiert von doping-entdeckung

Der Leipziger, der seit seiner Kindheit ohne linken Unterarm erfolgreich im Triathlon aktiv ist, hatte in Paris noch die Bronzemedaille gewonnen. Nun steigt er auf Silber auf. Eine große Feier wird es aber wohl nicht geben.

„Ich hatte in Paris ja trotzdem einen Medaillen-Moment, durfte die Siegerehrung genießen. Ob Silber oder Bronze, macht da vielleicht gar keinen so großen Unterschied – es war schließlich kein Gold“, sagte Schulz der Leipziger Volkszeitung.

Schulz, der 2012 vom Schwimmen zum Triathlon wechselte und seitdem zahlreiche Titel gewann – darunter elf Europameisterschaften und drei Weltmeistertitel – führte die deutsche Delegation gemeinsam mit Edina Müller bei der Eröffnungsfeier in Paris an. Seine Leistungen sprechen für sich. Die nachträgliche Medaillenvergabe ist eine bittere Pille für Cordeiro, dessen Karriere nun abrupt beendet ist. Die Konsequenzen für den brasilianischen Athleten sind noch nicht vollständig absehbar.

Die Deutschen Paralympics-Medaille-Bilanz in Italien verbessert sich mit dieser Anpassung auf drei Silbermedaillen.

Die Geschichte von Martin Schulz ist eine Geschichte von Durchhaltevermögen und Erfolg. Er zeigt, dass körperliche Einschränkungen keine Hürde für sportliche Höchstleistungen darstellen.