Olympische winterspiele 2030: deutschlands weg in die zukunft – wer setzt die medaillenserie fort?
Mailand bot eine bittersüße
Bilanz für Deutschland bei den Olympischen Spielen. 26 Medaillen, ein Teilerfolg. Doch der Blick geht schon auf 2030. Welche Athleten tragen die Last der Erwartungen?
Zahlreiche wechsel in den deutschen teams: die zeit der etablierten stars neigt sich dem ende.
Die kommenden Jahre bringen signifikante Veränderungen in vielen Disziplinen. In der Biathlon-Szene fehlt eine klare Führungsfigur nach dem Rücktritt von Franziska Preuß. Junge Talente wie Selina Grotian und Julia Tannheimer müssen sich erst beweisen.
Im Bobfahren treten die Dominanz von Johannes Lochner und Francesco Friedrich zu Ende. Adam Ammour zeigt zwar vielversprechende Ansätze, doch die nächste Generation muss sich erst etablieren. Laura Nolte könnte als Sprinterin eine wichtige Rolle spielen. Die Medaillengaranten Julia Taubitz und Tobias Wendl/Tobias Arlt werden 2030 nicht mehr vertreten sein.
Im alpinen Skisport setzt die Hoffnung auf Emma Aicher und das junge Talent Romy Ertl, Tochter der ehemaligen Weltmeisterin Martina Ertl. Auch Luisa und Laila Illig sowie Jana Fritz gehören zu den vielversprechenden Namen.
Skispringen steht vor der großen Frage, wer die nächste Generation von Weltklassespringern hervorbringt. Philipp Raimund, Olympiasieger 2022, trägt eine große Last. Felix Hoffmann muss seine Konstanz verbessern, während Andreas Wellinger nach zwei schwächeren Saisons einen Comeback-Versuch unternimmt. In den Reihen der Frauen sind Selina Freitag und Agnes Reisch die jüngeren Hoffnungsträgerinnen. Katharina Schmid beendet seine Karriere.
Im Skeleton verabschiedet sich Christopher Grotheer, der Bronze-Gewinner. Hannah Neise, Olympiasiegerin 2022, könnte eine wichtige Rolle spielen, ebenso wie die Doppel-Silber-Gewinnerin Susanne Kreher. Felix Keisinger und Lukas David Nydegger sind die besten Männer hinter dem Top-Duo.
Im Eiskunstlauf stehen Minerva Hase und Nikita Volodin vor der Entscheidung, ob sie bis 2030 weitermachen wollen. In anderen Disziplinen fehlen Top-Talente, besonders im Einzel.
Im Skilanglauf führen Coletta Rydzek, Katherine Sauerbrey und Helen Hoffmann die Frauenmannschaft an. Jakob Moch, Jugend-Olympia-Goldmedaillengewinner, ist der Hoffnungsträger bei den Männern.
Die Nordische Kombination steht vor einer entscheidenden Frage: Wird die Disziplin 2030 olympisch? Nathalie Armbruster und Jenny Nowak könnten dann die Top-Sportlerinnen sein. Julian Schmid, Wendelin Thannheimer, Richard Stenzel, David Mach und Simon Mach zeigen im Weltcup gute Leistungen.
Im Freestyle Skicross könnte Daniela Maier einen weiteren Goldgewinn anstreben. Veronika Redder und Muriel Mohr gehören zu den vielversprechenden jungen Athletinnen.
Das deutsche Snowboardteam blieb bei den letzten Spielen ohne Medaille. Leon Ulbricht, Ramona Hofmeister, Mathilda Scheid und Annika Morgan gelten als Top-Kandidaten für 2030.
Das Curlingteam von Marc Muskatewitz befindet sich in einer guten Position für weitere Erfolge. Im Eishockey blickt Deutschland auf eine junge Generation um Tim Stützle, JJ Peterka, Lukas Reichel, Moritz Seider und Joshua Samanski, die mit Leon Draisaitl um die Spitze kämpfen könnten.
Die nächste Generation muss sich behaupten. Die Frage ist, ob die jungen Athleten die Erwartungen erfüllen können.