Ogunleye verpasst medaille – anthony sprintet zum sieg in torun
Die Leichtathletik-Hallen-WM in Torun brachte am Freitag eine Überraschung: Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye verpasste knapp eine Medaille, während Jordan Anthony über 60 Meter zum Sprintkönig wurde. Der US-Amerikaner setzte sich in einer spannenden Finalrunde gegen den Jamaikaner Kishane Thompson durch.
Ogunleyes enttäuschung nach knappem fehlschlag
Die 27-jährige Ogunleye landete mit 19,46 Metern auf dem fünften Platz, nur 29 Zentimeter hinter der US-Amerikanerin Chase Jackson (20,14 m), die sich den Goldmedaille sicherte. Nach einem starken ersten Stoß konnte sie ihre Leistung nicht mehr steigern. „Es war heute die Zeit einer anderen Athletin. Das gehört zum Sport dazu“, kommentierte Ogunleye ihre Leistung gelassen. Sie blickt bereits entschlossen zur Sommersaison: „Wir gehen mit einem guten Gefühl raus und mit dem Wissen, dass ich im Sommer wieder neu angreifen kann.“ Ogunleye hatte zuletzt ihre persönliche Bestleistung auf 20,37 m verbessert und hohe Medaillenhoffnungen geweckt.
Auch für andere deutsche Athleten gab es gemischte Ergebnisse. Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) erreichte den zehnten Platz im Kugelstoßen mit 18,56 Metern. Silber ging an die kanadische Titelverteidigerin Sarah Mitton (19,78 m), Bronze sicherte sich Axelina Johansson aus Schweden (19,75 m).

Anthony krönt sich zum sprintkönig
Der 21-jährige Jordan Anthony dominierte über 60 Meter das Finale und lief in 6,41 Sekunden zum Sieg. Der zweitschnellste Mann, der Olympiasieger von den 100 Metern, Kishane Thompson (6,45 s), musste sich mit Silber begnügen. Bronze holte Trayvon Brommel aus den USA, ebenfalls mit 6,45 Sekunden.
Das deutsche Team in Torun, mit 14 Athleten und Athletinnen, verzichtete auf einige Top-Namen wie Weitsprung-Star Malaika Mihambo, die sich auf die Vorbereitung für die Sommersaison konzentriert. Die WM in Torun ist ein wichtiger Test für die Athleten vor den Olympischen Spielen in Paris – und ein Beweis für die wachsende Bedeutung der Leichtathletik in Europa.
Die Hallen-WM in Torun ist mehr als nur ein Wettkampf: Sie ist ein Spiegelbild der globalen Entwicklung der Leichtathletik. Die Athleten zeigen neue Rekorde, neue Strategien und neue Möglichkeiten. Und Yemisi Ogunleye wird zurückkommen.