Magdeburg und berlin messen sich in top-duell

Am Samstag wartet für den SC Magdeburg ein absoluter Handball-Hammer: Der Bundesliga-Leader empfängt den Tabellenzweiten Füchse Berlin in der Daikin HBL. Der Titelverteidiger muss sich beim Champions-League-Sieger verantworten – mehr geht im Handball nicht.

Das torwart-duell: hernandez gegen milosavljev

SCM-Schlussmann Sergey Hernandez (30) steht im Abseits, er wechselt im Sommer zum FC Barcelona. Mit 31,4 Prozent gehaltener Bälle belegt er Platz 3. Lässt der Gegner das Tor leer, freut sich Hernandez: Er hat bereits 15 (!) Tore erzielt. In den letzten drei HBL-Spielen jedoch keine Fangquote mehr über 26 Prozent. Insgesamt 254 Paraden in 25 Spielen.

Sein Gegenüber, Dejan Milosavljev (30), ist die Füchse-Lebensversicherung neben Mathias Gidsel. Der Serbe wechselt im Sommer nach Kielce (Polen). Milosavljev ist bekannt dafür, in Eins-gegen-eins-Situationen extrem lange ruhig zu bleiben und viele Bälle spektakulär zu parieren. Mit 21 Paraden machte er im Februar das Viertelfinale der Champions League gegen Bukarest (27:21) fast im Alleingang klar. Mit 194 Paraden in 23 Spielen und einer Quote von 29,7 liegt er derzeit auf Platz 8.

Das kreisläufer-duell: saugstrup gegen marsenic

Das kreisläufer-duell: saugstrup gegen marsenic

Der frisch gebackene Europameister Magnus Saugstrup (29) ist die Konstante beim SCM. Der Stratege gegen den Ball nimmt sich keine Auszeit und lässt mit wechselnden Partnern am Kreis keine Schwäche erkennen. 61 Tore aus 25 Spielen, Platz 8 unter den Kreisläufern (69 Prozent Wurfquote).

Bei den Füchsen steht ihm Mijajlo Marsenic (33) gegenüber. Der serbische Nationalspieler ist seit 2018 bei den Füchsen und rührt im Innenblock-Beton an. Einer der wichtigsten Arbeiter. Der 2,03-Meter-Riese fehlt nie, macht alle Spiele. Dazu ist Marsenic der Motivator und Energiebringer. 56 Tore aus 25 Spielen, Platz 10 am Kreis (70 Prozent Wurfquote).

Das spielmacher-duell: kristjansson gegen lichtlein

Das spielmacher-duell: kristjansson gegen lichtlein

Gisli Kristjansson (26) steht sinnbildlich für die Saison des Champions-League-Siegers. Bis zur EM im Januar zauberte der Spielmacher, war nicht zu stoppen. Seit der Rückkehr wirkt der Isländer gebremst. Trainer Bennet Wiegert nach dem 27:25 beim Bergischen HC: „Gisli war annähernd abgemeldet.“ Von ihm und seinen Ideen hängt im Ballbesitz jedoch viel ab – stoppen die Füchse ihn, stoppen sie Magdeburg. Seine Werte: 102 Tore (4 Treffer pro Spiel), 112 Vorlagen (66,2 Prozent Wurfquote).

Sein Kreativ-Rivale Nils Lichtlein (23) schleppt eine Fußverletzung (linker Vorfuß) mit sich rum, sagte deshalb die beiden Länderspiele gegen Ägypten ab. Glänzte zuletzt mit Top-Leistungen. Beim letzten Spiel (45:29 gegen Erlangen) versenkte der Füchse-Spielmacher sieben von acht Würfen, lieferte sechs Vorlagen – überragend. Über die ganze Saison gesehen Hochs und Tiefs durch Verletzungen (erst Leiste, dann Fuß). Wird mit jedem Spiel wieder stärker: 65 Tore (4,3 Tore pro Spiel), 32 Assists (71 Prozent Wurfquote).

Das entscheider-duell: magnusson gegen gidsel

Das Duell der Tormaschinen! Ómar Ingi Magnusson (29) hilft seinem Team auch an schlechten Tagen extrem. Doch wie Kristjansson fielen auch seinem Island-Buddy Magnusson die letzten Wochen nicht mehr so leicht. Magnusson ganz aus dem Spiel zu nehmen, gelingt fast keiner Mannschaft. Bei ihm laufen vor dem Tor die Fäden zusammen: Mit 183 Treffern ist der Linkshänder Dritter der Torjägerliste, davon 68 Siebenmeter-Tore, 68 Vorlagen (75,3 Prozent Wurfquote).

Bei den Füchsen ist Mathias Gidsel (27) der Mann, der solche Spiele entscheiden kann. Er ist der beste Spieler der Welt – Deutscher Meister, Europa- und Weltmeister, Olympiasieger und dreimal in Folge Welthandballer. Er wirft die meisten Tore in der Champions League (bisher 120), er wirft die meisten Tore der Liga (bisher 227), dazu kommen noch 104 Assists. Er führt fast alle Statistiken an. Stoppen kann man ihn nur durch Fouls oder aggressive Manndeckung. Sein Schnitt: 9 Tore pro Spiel (74,6 Wurfquote).