Leverkusen verkratzt champions-league-chance – havertz stiehlt den show

London – Ein überraschendes 1:1-Unentschieden in der BayArena hat die Champions-League-Hoffnungen von Bayer Leverkusen vor dem Rückspiel in London überschattet. Eigentlich hatte das Team von Trainer Xabi Alonso eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen, doch Kai Havertz, der nach seinem Wechsel zu Arsenal erstmals wieder in der BayArena stand, schmiedete eigene Pläne.

Andrichs führung wird durch havertz ausgeglichen

Andrichs führung wird durch havertz ausgeglichen

Robert Andrich brachte Bayer Leverkusen in der 46. Minute mit einem Kopfball nach einer Ecke von Edmond Tapsoba in Führung. Die Werkself zeigte eine couragierte Leistung und erwies sich als ebenbürtig gegen den Favoriten FC Arsenal. Doch nur kurz darauf, in der 89. Minute, glich Kai Havertz mit einem umstrittenen Foulelfmeter aus, nachdem Malik Tillman zuvor Noni Maduek gefoult hatte – eine Entscheidung, die der Video-Assistent bestätigte. Die Partie war hart umkämpft, mit einigen gefährlichen Situationen auf beiden Seiten.

Bayer Leverkusen, das zuletzt 2002 das Viertelfinale der Königsklasse erreichte, zeigte vor dem bevorstehenden Bundesliga-Kracher gegen den FC Bayern eine starke Leistung. Trotz des Rückschlags bleibt die Chance auf das erste Viertelfinale seit 24 Jahren bestehen. Die Werkself zeigte von Beginn an Kampfgeist, auch wenn Kapitän Andrich anfänglich unter Druck geriet und früh die Gelbe Karte sah.

Christian Kofane brachte frischen Wind in die Offensive, während Exequiel Palacios die Defensive stabilisierte. Arsenal versuchte, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen, fand aber nur schwer Räume gegen die kompakte Leverkusener Abwehr. Ibrahim Hitzelsperger vergab eine Konterchance kurz vor der Pause.

„Wir haben schon sehr gut gegen große Mannschaften gespielt. Es ist Fußball. Alles ist möglich“, hatte Trainer Xabi Alonso vor dem Spiel betont. Nun gilt es, in London zu zeigen, ob die Werkself die Chance auf das Viertelfinale wirklich nutzen kann. Havertz, der in der 74. Minute eingewechselt wurde, zeigte eine starke Leistung und demonstrierte, dass er immer noch zu den gefährlichsten Spielern der Premier League gehört.

Die Partie war ein Spiegelbild der aktuellen Form beider Mannschaften: Leverkusen zeigte Potenzial, Arsenal verpasste eine souveräne Führung. Die Fans in der BayArena konnten sich nach einem nervenaufreibenden Spiel auf das Rückspiel freuen – mit einem besonderen Kapitel in der persönlichen Geschichte von Kai Havertz.

Die Entscheidung fällt in London. Und obwohl die Werkself eine starke Leistung zeigte, bleibt die Frage: Kann sie sich gegen die Offensive des FC Arsenal durchsetzen?