Kahn konfrontiert bayern-boss hoeneß: rückzugspläne geraten ins stocken

Oliver Kahn setzt die angespannte Beziehung zu den Bayern-Bosse öffentlich fort. Der frühere Vorstandsvorsitzende kritisiert die langsame Neuordnung des Münchner Fußball-Giganten und sticht dabei direkt gegen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Seine Worte werfen Fragen nach der Zukunft des Vereins auf.

„Das zieht sich viel zu lange“: kahn kritisiert den nachfolgeprozess

In einem Interview bei Sky sprach Kahn scharf über die zähflüssige Umsetzung der geplanten Neuaufstellung beim FC Bayern. „Man hört dann: ‚Wir werden uns irgendwann zurückziehen, wenn die richtigen Leute gefunden sind.‘ Das Ganze zieht sich jetzt viele, viele Jahre hin“, so Kahn. Die Kritik richtet sich insbesondere gegen Uli Hoeneß, der mehrfach seinen Rückzug angekündigt hatte, sobald eine geeignete Nachfolge gefunden sei.

Kahn bemängelte, dass die Entwicklung in vielen Bereichen des Vereins immer noch „im Schneckentempo“ verlaufe. Er deutete damit an, dass die Verantwortlichen, darunter Hoeneß und Rummenigge, zu langsam bei der Umsetzung der geplanten Veränderungen agieren.

Verbitterung nach dem abgang

Verbitterung nach dem abgang

Das Verhältnis zwischen Kahn und Hoeneß ist seit dem abrupten Rauswurf des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden im Mai 2023 angespannt. Obwohl der Verein trotz der elften Bundesliga-Meisterschaft in Folge von Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic abreiste, blieben die Beziehungen frostig. Hoeneß hatte Kahn öffentlich als Fehlbesetzung bezeichnet, was Kahn in einer BILD-Reaktion verbittert zurückließ.

„Ehrlich gesagt bin ich verwundert darüber. Der FC Bayern und ich hatten im Sommer vereinbart, dass wir dieses Kapitel freundschaftlich schließen wollen (…) Die aktuellen Äußerungen von Uli Hoeneß tragen zu einem respektvollen miteinander nicht unbedingt bei.“

Die Kritik von Kahn kommt zu einer Reihe von Problemen beim FC Bayern. Neben der langsamen Neuordnung des Vorstands gibt es auch sportliche Herausforderungen. Die Suche nach der Topform von Stürmer Leroy Sané, über die Kahn ebenfalls sprach, zeigt, dass der Verein angesichts seiner eigenen Größe und Tradition mit komplexen Aufgaben zu kämpfen hat.

Kahn plant zudem ein Fußball-Imperium, das auf einem dubiosen Geschäftsmann basiert. Ob dieses Vorhaben seine öffentliche Wahrnehmung weiter schmälern wird, bleibt abzuwarten. Die Äußerungen des ehemaligen Bayern-Vorstands werfen ein Schlaglicht auf die internen Machtkämpfe und die Herausforderungen, mit denen der deutsche Rekordmeister derzeit konfrontiert ist.

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