James entfesselt: jordan-vorwurf und finals-nostalgie
LeBron James hat sich in einer ausführlichen ESPN-Interviewreihe endlich zu der ewigen Debatte um den besten NBA-Spieler aller Zeiten geäußert – und seine Worte sind alles andere als diplomatisch. Der 41-jährige Lakers-Star schiebt den Schatten von Michael Jordan offen zur Seite.
«Ich war einfach besser» – james’ überraschende aussage
James betonte, dass er sich nie direkt mit Jordan verglichen habe. «Wir sind völlig unterschiedliche Spielertypen», erklärte er. Der Point-Forward, der aktuell mit den Lakers im Playoff-Runde kämpft, sieht sein Spiel als umfassend überlegen. «Ich habe immer nach dem besten Pass gesucht. MJ hat immer nach dem besten Wurf gesucht.»
Doch er scheut sich nicht, einen direkten Vergleich anzustellen, ohne dabei zu konkret zu werden. «In vielerlei Hinsicht ist mein Spiel anders und auch ein bisschen besser als seines.» James ließ unmissverständlich durchblicken, dass er sich seiner eigenen Leistungen bewusst ist und diese als überlegen ansieht. «Aber verdammt, er war großartig. Wir sind beide großartige Basketballspieler.»

Finals-zweifel und jordans schatten
Während James seine eigene Brillanz hervorheben will, plagen ihn weiterhin die finals-Niederlagen. Die zehn Finalteilnahmen, aus denen nur vier Titel resultierten, sind eine ungelöste Frage. Er gesteht ein, dass dieser Nachklang ihn lange beschäftigt hat. «Als ich jünger war, habe ich mir diese Kritik zu Herzen genommen.»
Er kritisiert die Erwartungen der Fans, die es offenbar lieber sehen wollen, dass ein Team überhaupt erst in die Finals kommt, anstatt dort zu verlieren. «Es ist vollkommen verrückt für mich», so James. Er betont, dass er die Diskussion um seine Karriere und seine Erfolge nicht unkritisch betrachtet. «Liegt es daran, dass ich es bin? Jeder muss etwas zu meiner Karriere sagen. ‘Er hat es achtmal in die Finals geschafft – aber nur dreimal gewonnnen.’ ‘Er ist der führende Scorer der NBA-Geschichte – aber er spielt ja schon seit 23 Jahren.’»
Doch auch Jordans Leistungen werden gelobt. James räumt ein, dass sein Mitteldistanzwurf von Jordan außergewöhnlich war und dass der Mamba ein unvergesslicher Spieler war. Die perfekte Finals-Bilanz von sechs Siegen in Folge ist ein Beweis für seinen legendären Status.
Letztendlich klingt James’ Aussage nach einer Art Selbstbehauptung: Er hat seine eigene Geschichte geschrieben, seine eigenen Erfolge gefeiert. Und obwohl er Jordans Leistungen anerkennt, hält er fest, dass er in vielen Aspekten des Spiels eine höhere Klasse verkörperte. Ein Statement, das die NBA-Debatte erneut entfesselt – und die Fans weiterhin in Atem hält.