Iran bei wm trotz krieg? trump wirft usa vor verrat

Trotz des tobenden Krieges gegen den Iran scheint die Teilnahme an der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika una Zerreißprobe für die US-Regierung zu werden. Präsident Donald Trump hat sich nun öffentlich gegen die Entscheidung der Politik gesträubt und die USA scharf kritisiert.

Trump droht mit boykott – fifa-präsident infantino als vermittler?

Der 79-Jährige, der sich überraschend als Fußball-Experte profilierte, wirft Washington vor, die iranische Nationalmannschaft unterlistig zu scheitern wollen. „Haben sie wirklich eine gute Mannschaft? Das ist schwer zu glauben, ehrlich gesagt, aber ich denke, wir sollten sie spielen lassen“, erklärte Trump vor Journalisten im Oval Office. Seine Bemerkung, dass erst ein Weltmeistertitel die USA dazu bringen müsste, die Situation zu „überdenken“, war keineswegs ein Ausdruck von Zuversicht.

Die Teilnahme des Iran, das seit Februar im Visier der US-Regierung und Israels steht, galt lange als höchst fraglich. Gerüchte um eine Ersatzteilnahme durch Italien kursierten, doch FIFA-Präsident Gianni Infantino schlug am Donnerstag die Lorbeeren auf und bestätigte unmissverständlich den Start des iranischen Teams.

Infantinos schachzug – trump lobt den frieden

Infantinos schachzug – trump lobt den frieden

„Wenn Gianni das sagt, ist alles in Ordnung“, kommentierte Trump. „Macht, was ihr wollt. Ihr könnt sie haben. Ihr müsst sie aber nicht haben.“ Die freundschaftliche Beziehung zwischen Trump und Infantino, die sich bereits bei der WM-Auslosung durch den Friedenspreis manifestierte, scheint nun genutzt zu werden, um die politische Zuspitzung zu entschärfen. Die USA sind mit Kanada und Mexiko Co-Gastgeber der WM – und damit auch Gastgeber für alle sechs Spiele des iranischen Teams. Das Duell mit Neuseeland am 16. Juni, Belgien am 20. Juni und Ägypten am 27. Juni wird in Tucson/Arizona stattfinden. Ein ungewöhnlicher Schachzug, der die geopolitische Lage in den Schatten der Fußball-Weltmeisterschaft wirft.

Die iranische Mannschaft, bekannt als Team Melli, wird ihren WM-Vorbereitungen in Arizona treu bleiben – und die Welt Fußball wird mit gespannter Erwartung zusehen, ob der Trump-Boykott nur heißen Luft ist.