Infantino unter druck: menschenrechtsorganisation erhebt schwere vorwürfe
Gianni Infantino, der amtierende FIFA-Präsident, steht vor einer neuen Zuspitzung der Kritik. Die Menschenrechtsorganisation FairSquare hat bei der Ethikkommission des IOC eine Beschwerde gegen ihn eingereicht. Die Eskalation kommt kurz nach der ausstehenden Sperre für US-Star Folarin Balogun.
Kontroverse um balogun-sperre verschärft sich
Die Entscheidung der FIFA, die Sperre für Balogun vorzeitig aufzuheben, hat eine Welle der Empörung ausgelöst. FairSquare argumentiert, dass Infantinos Einfluss und die Nähe zu US-Präsident Trump die Unparteilichkeit der FIFA in Frage stellen. Die Organisation sieht Verbindungen zu einer möglichen Manipulation des Wettbewerbs.
Der Fall Balogun hat sich zu einer internationalen Affäre entwickelt. Die ursprüngliche Sperre, die Balogun das WM-Achtelfinale kosten würde, wurde aufgrund von Interventionen des Weißen Hauses aufgehoben. Nun erhebt FairSquare neue Vorwürfe, die über die reine Sperre hinausgehen.

Ioc-beschwerde: ein schritt weiter?
FairSquare kündigte an, die Beschwerde nun auch beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) einreichen zu. Der IOC hat sich zum Schutz der olympischen Neutralität verpflichtet. Die Ethikkommission des IOC wird nun prüfen, ob Infantinos Rolle im Fall Balogun gegen die Olympischen Charten verstößt. Der Druck auf den FIFA-Präsidenten steigt dadurch weiter an.
Die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry äußerte sich zurückhaltend, betonte aber, dass die Organisation die Beschwerde prüfen werde, sollte sie eingehen. Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein für die Zukunft von Infantinos Position.
Während die FIFA die Vorwürfe als unbegründet abtut, schürt FairSquare die Debatte um Transparenz und Rechenschaftspflicht innerhalb der globalen Fußballpolitik. Ein Blick auf die kommenden Wahlkampf 2027 für Infantino ist nicht zu vermeiden.