Heidenheimer wundertat: schmidt trotzt bayern-giganten
Der 1. FC Heidenheim schlägt die Brust und trotzt dem FC bayern München. Trainer Schmidt wettert gegen die überheblichen Spitzenvereine – und setzt auf eine Überraschung.
Dramatische wendung im abstiegskampf
Die Statistik spricht gegen ein Wunder. Mit nur 1,77 Prozent Wahrscheinlichkeit kann Heidenheim den Relegationsplatz erreichen. Doch Frank Schmidt hat andere Pläne. Er ignoriert die düsteren Prognosen der KI und blickt auf historische Vorbilder, wie die frühe Abschreibung des FCH in der Vorsaison oder Hoffenheim 2016.
Der Blick auf das Hinspiel im Allianz Arena zeigt: Heidenheim hat es in der Vergangenheit schon einmal geschafft, die bayern zu schlagen. Ein 4:5 im Pokal-Viertelfinale 2019, gefolgt von 2:4 in den darauffolgenden Jahren, beweisen, dass der deutsche Fußball noch immer überraschen kann.

„Wir fahren nicht nur zum zuschauen hin“
Schmidt ist kein Mann für leere Worte. „Wir fahren nicht hin, um nur mitzuspielen“, betont er mit lakonischem Blick. Die Aufgabe ist zwar ungleich, doch die Heidenheimer wollen sich nicht unterkriegen lassen. Die Chance, die bayern zu überraschen, liegt – laut Schmidt – bei null. Eine mutige Aussage, die die bayern sicherlich unterschätzen wird.

Historische vorbilder als antrieb
Die ‚Heidenheimer Zeitung‘ berichtet von historischen Vorbildern: Der frühzeitig abgeschriebene FCH in der Vorsaison, Julian Nagelsmanns Hoffenheim 2016, Augsburg 2013, Frankfurt 1999. Schmidt setzt auf den Glauben, dass auch Heidenheim ein Wunder vollbringen kann. Die bayern mit ihrem rotierenden Kader und den Nachwirkungen des Díaz-Verkaufs bieten ideale Voraussetzungen für eine Überraschung.
Neun punkte in drei spielen – das ist das ziel
Schmidt fordert von seiner Mannschaft, in den letzten drei Spielen mindestens neun Punkte zu holen. Ein kühner Plan, aber der Trainer scheint fest von seinen Spielern überzeugt. Torjäger Budu Siwsiwadse verspricht: „Wir werden bis zum Schluss kämpfen.“ Auch Niklas Dorsch betont den Mut des Trainers und die Entschlossenheit der Mannschaft, sich nicht hinten reinstellen zu lassen.
Ein letzter tanz für schmidt?
Die Situation ist angespannt. Ein Heidenheimer Sieg wäre ein Fußballwunder. Ein Punktverlust würde den Klassenerhalt noch schwieriger machen. Schmidt weiß: „Dieser Spieltag wird nun ziemlich heiß.“ Und sollte das Wunder nicht gelingen, könnte dies sein ‚mutmaßlich letztes Jahr als Trainer in Heidenheim‘ sein. Eine Rückkehr in die 2. Liga ist – laut Schmidt – mit 1,78 Prozent Wahrscheinlichkeit bereits beschlossen. Doch eines ist sicher: Heidenheim gibt sich nicht geschlagen und will den Bayern zeigen, dass auch ein kleinerer Verein Großes leisten kann.