Fakt ist! ostfußball am abgrund – reform droht
Die Regionalliga-Reform könnte den ostdeutschen Vereinen doch noch eine Chance geben. MDR-Sendung "Fakt ist! Ostfußball im Abseits" enthüllte, dass Ministerpräsident Mario Voigt nun die anderen Ost-Ministerpräsidenten in den Kampf um mehr Einfluss auf die Aufstiegsregelungen einbinden will.
D'aversa fordert mehr gewicht für die ost
Der frühere Aufsichtsratschef von Fußball-Regionalligist FC Carl Zeiss Jena, Mario Voigt, sieht in der Reform eine Chance, die bisherigen Erfolge der Vereine zu sichern. Er betonte, dass die aktuelle Situation eine Gefahr für viele Traditionsvereine darstellt, die auf die Förderung durch die Politik angewiesen sind. "Wir sind wahnsinnig nahe dran", erklärte Voigt. Die Regionalliga Nordost ist die Zuschauereignis und geht über sechs Bundesländer hinaus. Das gibt es nirgendwo in Deutschland.
Die Initiative "Meister müssen aufsteigen", die von 77 Vereinen aus ganz Deutschland getragen wird, fordert eine Revision des Aufstiegsystems. Die Reform soll sicherstellen, dass mehr ostdeutsche Vereine in die dritte Liga aufsteigen können und somit ihre sportliche und wirtschaftliche Existenz sichern.

Politische unterstützung jetzt entscheidend
Voigt kündigte an, das Thema Reform bei der nächsten Ost-Ministerpräsidentenkonferenz auf die Tagesordnung zu setzen. „Was wir leisten können, das will ich jetzt auch aus Thüringen anführen, dass wir uns auf der Ebene der Ministerpräsidenten dahinter stellen.“ Er habe bereits mit Sachsen-Anhalts Sven Schulze (CDU) und Sachsens Michael Kretschmer (CDU) gesprochen. Kretschmer hatte bereits gesagt: „Hier geht es nicht um eine ostdeutsche Einzelinteressenslage, sondern um eine Frage der Fairness, die viele Vereine in ganz Deutschland bewegt.“ Auch mit Manuel Schwesig, de SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, sei Voigt in Kontakt: „Die sagen alle: 'Wir unterstützen das'”.
Die Reform, die den Vereinen mehr finanzielle und sportliche Chancen verspricht, ist jedoch nicht unumstritten. Kritiker bemängeln, dass eine zu schnelle Reform die Liga destabilisieren könnte. Dennoch ist die politische Unterstützung entscheidend, um die Reform tatsächlich umzusetzen und den ostdeutschen Vereinen eine faire Chance zu bieten.