Expansion draft: neue teams formen kader – wie deutsche stars betroffen sind

Die WNBA steht vor einem Umbruch. Mit den Teams Toronto Tempo und Portland Fire betritt die Liga am Freitag ein neues Zeitalter. Ein Expansion Draft soll den Grundstein für die ersten Kader legen – ein Prozess, der auch deutsche Basketballstars in Bewegung bringt.

Expansion draft: spieler-puzzle für neue wnba-teams

Expansion draft: spieler-puzzle für neue wnba-teams

Bei einem Expansion Draft können die neuen Franchise-Teams – in diesem Fall Toronto und Portland – Spielerinnen aus den bestehenden 13 Teams auswählen. Dabei gilt: Jedes Team darf pro Kader nur eine Spielerin verpflichten, allerdings nicht alle sind verfügbar. Die Golden State Valkyries, die 2025 folgen, werden das Verfahren wiederholen.

Ein wichtiger Aspekt ist der Schutz von Spielerinnen. Die neuen Teams können bis zu fünf Spielerinnen schützen, die sie bereits in der vergangenen Saison unter Vertrag hatten. Dies könnte für deutsche Nationalspielerinnen wie Leonie Fiebich und Nyara Sabally von den New York Liberty, Satou Sabally von den Phoenix Mercury und Luisa Geiselsöder von den Dallas Wings von Bedeutung sein. Sollten diese nicht geschützt werden, können Toronto und Portland sie verpflichten.

Der Expansion Draft ist kein Novum. Er wurde bereits in der NHL (mit den Vegas Golden Knights 2017 und den Seattle Kraken 2021) und in der NBA (mit den Charlotte Bobcats 2004) eingesetzt. Die Vegas Golden Knights zeigten bereits in ihrer ersten Saison 2017, dass ein solcher Draft zu großer Stärke führen kann: Sie erreichten fast ohne zögerliches Zögern das Stanley-Cup-Finale.

Die Frage ist, welche deutschen Spielerinnen die Chance nutzen werden, in einer neuen Liga Fuß zu fassen. Der Expansion Draft ist mehr als nur eine Kaderergänzung; er eröffnet neue Perspektiven und verändert das Kräfteverhältnis innerhalb der WNBA. Die kommenden Tage werden zeigen, welche deutschen Stars sich im neuen Zeitalter behaupten können.