Duckadams meisterleistung: bukarest stürmt sich zum titel
Die Luft in Sevilla war stickig, die Spannung greifbar. Am 7. Mai 1986 stand Steaua Bukarest im Finale des Europapokals – und Helmuth Duckadam sollte Geschichte schreiben.
Ein elfmeter-marathon, der die welt fesselte
Der Kampf gegen den FC Barcelona war neckisch ausgeglichen. Nach 120 Minuten stand es 0:0, und die Entscheidung sollte im Elfmeterschießen fallen. Was dann geschah, ist bis heute unvergessen. Duckadam, der 27-jährige Torwart, bewies eine Konzentration, die man kaum fassen konnte. Das Publikum hielt den Atem an, als José Ramón Alexanko den ersten Elfmeter für Barcelona versuchte – und Duckadam parierte. Ein unglaublicher Anfang für den Routinier.

Die legende wird geboren
Ein nach dem anderen vergaben die Barça-Schützen. Duckadams Reflexe waren blitzschnell, seine Entscheidungen absolut präzise. Er lenkte Pedraza’s Schuss mit den Fingerspitzen am unteren linken Eck vorbei und hielt anschließend Bolonis Versuch. Ein 1:0 für Bukarest, ein Rausch der Euphorie. Marcos Alonso vergab seinen Elfmeter – und Duckadam war unhaltbar. Er hielt den vierten Elfmeter, diesmal unten rechts, und sorgte damit für den ersten großen Titel für Steaua auf europäischer Ebene. Eine Leistung, die in die Annalen eingehen wird.
Terry Venables, der Trainer von Barcelona, lobte Duckadam sichtlich beeindruckt. „Was dieser Mann gemacht hat, will mir nicht in den Kopf.“ Es war mehr als nur ein Sieg; es war der Aufstieg einer Legende. Steaua Bukarest, ein kleines Team aus Rumänien, hatte die Fußballwelt im Sturm erobert – dank eines außergewöhnlichen Torwarts.