Dfb-team startet jahr mit sieg – nagelsmann lobt „nehmerqualitäten“ trotz schwächen

Basel/Stuttgart – Das deutsche Fußball-Nationalteam hat das WM-Jahr 2026 mit einem 4:3-Sieg gegen die Schweiz eröffnet. Trotz einiger Defizite zeigte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem Spiel zufrieden und betonte die kämpferische Einstellung seiner Mannschaft.

Nagelsmann setzt auf woltemade – und lässt havertz im zweifel stehen

Der Sieg in der Schweiz war alles andere als risikofrei. Das DFB-Team lag zweimal zurück, kämpfte sich jeweils wieder zurück ins Spiel und kassierte nach dem 3:2 sogar noch den Ausgleich. Doch die deutsche Mannschaft gab sich nicht auf.

„Es war ein super intensives Spiel, was das Anlaufen angeht“, erklärte Nagelsmann. Besonders die Umschaltmomente gegen ein Team, das in der WM-Qualifikation nur zwei Gegentore kassierte, beeindruckten den Bundestrainer. „Wir haben uns zahlreiche Chancen erspielt, hätten nach dem 3:2 das 4:2 machen müssen.“

Die Personalentscheidung für den Angriff sorgte für Diskussionen. Nick Woltemade kam für Kai Havertz ins Spiel, der zuvor einige Möglichkeiten liegen ließ. Nagelsmann begründete dies mit Woltemades guter Quote im Training und dem Wunsch, ihm Selbstvertrauen zu geben, während Havertz sich von Verletzungen erholen muss. Deniz Undav, der in der Bundesliga aktuell eine hervorragende Form zeigt, blieb zunächst auf der Bank. „Deniz hat einen Lauf“, sagte Nagelsmann, „ob er spielt oder nicht, wird sein Selbstvertrauen für diese Woche nichts ändern.“

Defensive und chancenverwertung bleiben verbesserungswürdig

Defensive und chancenverwertung bleiben verbesserungswürdig

Ob Undav im nächsten Spiel gegen Ghana (20:45 Uhr, live bei kicker) die Chance bekommt, seinen Rhythmus fortzusetzen, steht noch offen. Nagelsmann räumte ein, dass die Abwehr in manchen Situationen „nicht ganz so gut“ war, weil „zu passiv“. Trotzdem lobte er die „Nehmerqualitäten“ seiner Mannschaft, die sich immer wieder aus brenzligen Situationen befreien konnte.

Die vier Tore des DFB-Teams gegen die Schweiz sind bemerkenswert, besonders angesichts der starken Defensive des Gegners. Die Entscheidung für Woltemade, trotz seiner letzten Schwierigkeiten in Newcastle, zeigt Nagelsmanns Vertrauen in die Entwicklung des Spielers. Das Spiel gegen Ghana wird zeigen, ob sich die Personalentscheidungen auszahlen.

Nagelsmanns Mantra: „Es ist ratsam, dass Nick Woltemade bei uns wieder in die Spur kommt, weil es in Newcastle nicht 100 Prozent rund läuft. Deniz hat eh einen Lauf – ob er heute spielt oder nicht, wird sein Selbstvertrauen für diese Woche nichts ändern.“

Die Dynamik des Spiels und die Trotzreaktion der Mannschaft lassen auf ein vielversprechendes WM-Jahr schließen. Die Aufgabe, die Defensive zu stabilisieren und Chancen konsequenter zu nutzen, bleibt jedoch bestehen.

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