Bayern dominiert bergamo: kimmich und olise provozieren gelb – ramos-vergleich
München/Bergamo – Der FC Bayern München hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Atalanta Bergamo einen überwältigenden 6:1-Sieg errungen und damit die Favoritenrolle in dieser Saison eindrucksvoll unterstrichen. Die Leistung der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany war eine Mischung aus taktischer Flexibilität, individueller Klasse und einer bemerkenswerten Entschlossenheit.
Bayern strafit bergamos mutigen ansatz
Atalanta-Coach Raffaele Palladino hatte offenbar einen Plan, den die Bayern zunächst überraschten. Er setzte auf ein 4-4-2, eine Abkehr von der gewohnten 3-4-2-1-Formation, die sich in der Gruppenphase bewährt hatte. Die Bergamasken agierten mannorientiert und versuchten, früh Druck aufzubauen, doch nach den ersten fünf Minuten verfielen ihre Bemühungen. Die Bayern nutzten die Räume, die durch die taktische Umstellung entstanden, und zogen die Defensive des Gegners auseinander.
Ein Paradebeispiel dafür war das 3:0, bei dem Torwart Jonas Urbig einen langen Ball auf Michael Olise spielte, der Serge Gnabry in die Tiefe schoss und ungedeckt ins linke Eck verwandelte. Mit zunehmender Spieldauer verlor Bergamo an Mut, während die Bayern ihre Dominanz weiter ausbauten. Allein in der ersten Halbzeit legte das Team von Kompany knapp sechs Kilometer mehr zurück als der Gegner.
„Atalanta hatte einen Plan“, räumte Kompany ein. „Aber meine Jungs mögen es, in solchen Spielen Eins-gegen-Eins zu spielen. Und das haben sie hervorragend gemacht.“ Der Trainer deutete an, dass der Sieg sogar noch deutlicher hätte ausfallen können. „Wir waren das ganze Spiel über offensiv sehr gefährlich.“
Kimmich und olise im schatten von sergio ramos
Mit dem 6:0-Stand zur Halbzeit war das Rückspiel bereits über die Bühne. Für Joshua Kimmich und Michael Olise bot sich die Gelegenheit, jeweils eine Gelbe Karte zu ziehen – ein Manöver, das an Sergio Ramos erinnert. Beide provozierten in der Schlussphase mit Zeitspiel. Olise bei einem Eckball, Kimmich bei einem Freistoß. Nach dem Spiel verteidigten Kompany und Aleksandar Pavlović die Spieler, obwohl Regelwerk vorsieht, dass vorsätzliches Zeitspiel mit einer Gelben Karte geahndet wird. Ramos hatte 2019 eine ähnliche Situation gegen Ajax Amsterdam erlebt und zugenommen, dass er die Gelbe Karte provoziert hatte.
„Ich habe nach Anspielstationen gesucht, man will da aber nicht ins Pressing reinspielen“, argumentierte Kimmich. Er räumte ein, dass die Situation „ärgerlich“ sei und er nun gesperrt sei, obwohl er jedes Spiel bestreiten wolle. Experten wie Mats Hummels sehen die Situation ähnlich und vermuten, dass Kimmich die Gelbe Karte clever abgewendet hat.
Kein harry kane? bayern triumphiert trotzdem
Normalerweise ist Harry Kane, der aufgrund von Wadenproblemen auf der Bank blieb, nicht zu ersetzen. Doch in Bergamo bewies der FC Bayern, dass er auch ohne seinen Stürmer funktionieren kann. Nicolas Jackson, der Ersatz für Kane, bereitete das 4:0 vor und bereitete Jamal Musiala zum 5:0 vor. Die gesamte Mannschaft zeigte eine beeindruckende Hungerlust und drängte auf weitere Tore.
„Wir wussten, dass ein 3:0 zur Halbzeit schon ein gutes Ergebnis ist“, sagte Kimmich. „Trotzdem wollten wir es noch deutlicher machen. Das ist uns gelungen. Der Gegner hatte nicht mehr viel Gegenwehr zu bieten.“
Der FC Bayern München hat damit nicht nur einen wichtigen Schritt ins Viertelfinale getan, sondern auch gezeigt, dass er auch ohne seinen Top-Stürmer zu einer ernstzunehmenden Kraft im europäischen Fußball gehört. Die Mannschaft von Vincent Kompany ist auf dem besten Weg, die Liga zu dominieren und ihre Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.