Skisport-legende hilde gerg: vom abseits der piste in den gemeinderat
Schönau am Königssee – Eine Sensation im bayerischen Skisport: Die ehemalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin Hilde Gerg, bekannt als „Wilde Hilde“, verstärkt künftig die politische Landschaft von Schönau am Königssee. Die 50-Jährige wird als erste Nachrückerin in den Gemeinderat gewählt.

„Wilde hilde“ wechselt die disziplin
Die Rückzug der CSU-Kandidatin Ursula Meier ermöglichte die politische Premiere der Ski-Ikone. Gerg, die in den 1990er Jahren den alpinen Weltcup dominierte und 20 Weltcup-Siege verbuchen konnte, tritt nun eine neue Herausforderung an. Ihre Karriere, geprägt von Olympischem Gold im Slalom 1998 und einem WM-Titel mit dem Team 2005, endet nicht auf der Piste, sondern im Gemeinderat.
Gerg, mittlerweile Maria Graßl-Hirschbiel, setzte sich bei der Kommunalwahl sogar gegen einen auf der CSU-Liste vor ihr platzierten Kandidaten durch. Dies zeigt, dass die ehemalige Athletin auch abseits des Skibewegs große Wählerstimmen hat. Sie engagiert sich nun für ihre Heimatregion.
„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe“, so Gerg in einer Stellungnahme. „Ich möchte meine Leidenschaft und meinen Einsatz für die Gemeinschaft einbringen, die ich einst im Spitzensport bewiesen habe.“ Die Verpflichtung einer solchen Persönlichkeit in den Gemeinderat ist ein Gewinn für Schönau am Königssee. Gerg, die in Bayern allseits bekannt ist, wird nun versuchen, ihre sportliche Erfolgsgeschichte auf die kommunale Ebene zu übertragen. Dabei bleibt sie sich ihrer selbst treu: Eine Frau, die gewohnt entschlossen ihre Ziele verfolgt – egal ob im Skistadion oder im Ratssaal.