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Struff feiert überfälligen erfolg und erfreut becker

Jan-Lennard Struffs 36. Geburtstag wird zum Gedenktag für seine Karriere werden, wenn er die Schwungwirkung seines überraschenden Siegs in Paris richtig nutzt. Denn nach drei Stunden verlorener Schlacht gegen Alexander Bublik am Freitag sah es im Pariser Grand Slam aus, als wäre der deutsche Dauerbrenner an den Rand seiner Laufbahn getrieben worden.

Struff behält realismus bei, aber becker schwärmt

Struff behält realismus bei, aber becker schwärmt

„Nein, ich liebe ihn“, rief Boris Becker aus, als Struff nach dem Match das Eurosport-Studio betrat. Der amtierende Doppelsieger warf den Eurosport-Experten vor, zu sehr von Struffi begeistert zu sein, der jedoch selbst ziemlich cool blieb. Er analysierte sachlich, obwohl er auf einen möglicherweise befreienden Sieg reagiert hatte, und kündigte an, noch am Abend zu Abendessen zu gehen, damit er seine Energie wieder auffüllte.

„Das ist ein sehr schwerer Gegner, mit dem ich letzten Jahr trainiert habe“, erinnerte sich Struff an Jaime Faria, den portugiesischen Qualifikanten, gegen den er am kommenden Wochenende antreten wird. „Aber ich hoffe, ich kann den Schwung mitnehmen.“

Struff hat jedenfalls „Bock“ auf weiteren Erfolg, auch um seine Position in den Top 100 der Weltrangliste zu festigen. In der zweiten Jahreshälfte muss er viele Punkte verteidigen, die er in der ersten Hälfte erworben hat. „Ich glaube, jeder weiß immer über seine Punkte Bescheid“, sagte Struff, aber er will sich nicht zu sehr unter Druck setzen. „Den Stress macht man sich nicht so gerne. Ich habe das schon jahrelang gemacht“, betonte er.