Lipowitz – der französische coup? voigts einschätzung tut alarm machen

Florian Lipowitz könnte in dieser Saison eine Ära einleiten. Der junge deutsche Fahrer zeigte beim Frankreich-Rundfahrt 2023 eine Leistung, die Experten wie Jens Voigt sprachlos macht. Ein dritter Platz hinter Pogacar und Vingegaard war nur der Anfang.

Ein blick nach vorn: kann lipowitz diesen vorsprung halten?

Ein blick nach vorn: kann lipowitz diesen vorsprung halten?

Voigt, ein alter Hase aus dem Radsport, sieht in Lipowitz mehr als nur einen vermeintlichen Drittplatzierter. „Ich habe große Hoffnungen und Optimismus“, betont der ehemalige Profi. Er verweist auf Lipowitz’ zweiter Platz bei der Baskenland-Rundfahrt – ein deutliches Zeichen seiner Form. Das Rückstand von elf Minuten im Gesamtklassement ist zwar beträchtlich, aber Voigt glaubt, dass Lipowitz in seinen Möglichkeiten nicht unter dem Limit steckt. „Wenn Pogacar nicht mehr besser wird und vielleicht einen mittelprächtigen Tag hat, dazu Florian nur zwei Prozent besser wird, dann ist er auf Augenhöhe.“

Es ist ein Katzensprung, der alles entscheiden könnte. Die Tour de France startet in Barcelona, und Lipowitz wird sich mit Remco Evenepoel um die Kapitänsrolle kämpfen. Voigt ist jedoch überzeugt, dass Lipowitz im Hochgebirge den Belgier übertrumpfen wird. „Er wird ein bisschen unglücklich sein und mit den Zähnen knirschen, aber ich denke, dass er reif genug ist, um seine Rolle zu akzeptieren.“

Das Rennen am 4. Juli verspricht Spannung pur. Lipowitz’ Erfolg hängt nicht nur von seiner individuellen Leistung ab, sondern auch von der Tagesform seiner Konkurrenz. Ein Wochenende, in dem Pogacar nicht überparfümiert ist, könnte alles verändern. Die Erwartungen sind hoch, und mit Recht. Lipowitz ist ein Name, der in diesem Jahr in den Geschichtsbüchern des deutschen Radsports stehen könnte.