Lieberknecht: mentalitätsprobleme nach kaiserslauterns fehlern

Kaiserslautern befindet sich in einer Zwickmühle. Zwei Pleiten in Folge haben den Druck in der roten Bütt enorm erhöht. Trainer Torsten Lieberknecht weiß, dass mehr als nur fußballerische Fehler die Ursache sind – die mentale Stärke der Mannschaft fehlt.

Der fck braucht einen wandel

Vor dem schwerem Ausspiel in Dresden betonte Lieberknecht in der Pressekonferenz, dass die mentale Verfassung der Truppe oberste Priorität habe. Die enttäuschten Blicke nach Kiel und Braunschweig waren ihm aufgefallen. Die „Betze“-Werte, die den FCK normalerweise auszeichnen, waren in den letzten Wochen erkennbar eingebrochen, so der Trainer. Er sprach von einem „nicht verkörperten“ Wert, der für den FCK essentiell ist – das Durchsetzungsvermögen, das „Stemmen“.

Mit 46 Punkten und Platz sieben in der Tabelle ist Kaiserslautern zwar solide, aber weit entfernt von den Ansprüchen, die man an einen Aufstiegskandidaten stellt. Lieberknecht kritisiert, dass der FCK in dieser Saison zu oft „latent im Aufstiegsrennen dabei war“, was angesichts der klaren Niederlagen gegen Tabellenschlusslicht-Klubs nur frustriert. Die Art und Weise, wie diese Spiele verlaufen, war ein deutliches Warnsignal.

Training unter der woche als schlüssel

Training unter der woche als schlüssel

Um die mentale Stärke wiederherzustellen, setzt Lieberknecht auf die Arbeit unter der Woche im Training. „Wir müssen die Trainingskultur verändern“, erklärte er entschieden. „Ich weiß, dass mir das mit tausendprozentiger Sicherheit gelingen wird.“ Er sieht das Problem nicht im Spielsystem, sondern in individuellen Fehlern, die das Team immer wieder produziert. Das ist für den 52-jährigen Coach inakzeptabel. Die Defensivarbeit ist derzeit ein Alptraum für Lieberknecht – „viel zu viele Gegentore“ fallen zu leicht. Die Fähigkeit, Standards zu verteidigen, ist ebenfalls merklich nachgelassen.

Vor dem Spiel in Dresden sieht Lieberknecht seine Mannschaft als „um die Existenz kämpfend“, ähnlich wie Kiel und Braunschweig. Die Sachsen werden alles daran setzen, den Klassenerhalt zu sichern. Lieberknecht mahnt: „Sie werden mit Messern zwischen den Zähnen versuchen, den Klassenerhalt frühzeitig in trockene Tücher zu bekommen.“ Es bleibt abzuwarten, ob der FCK die nötige mentale Stärke mobilisieren kann, um diesen Kampf zu gewinnen.