Balogun-skandal: kahn entlässt einen scharfen seitenhieb gegen die fifa
Die jüngste Entscheidung der FIFA, Folarin Balogun trotz seiner klaren Fehlleistungen eine Rückkehr in den US-Boycott-Kader zu gestatten, hat Oliver Kahn veranlasst, seine Unzufriedenheit lautstark zu äußern. Der ehemalige Weltfußballer sieht darin einen gefährlichen Präzedenzfall.

Ein fehlurteil mit konsequenzen?
Kahn bezieht sich auf den Vorfall im Halbfinale von Wembley 2002, als Michael Ballack eine gelbrote Karte sah, die ihn für das Finale gegen Südkorea disqualifizierte. Der Torwart-Legende zufolge sollte die FIFA diese Karte nun nachträglich zurücknehmen. „Wenn wir anfangen, Fußballgeschichte nachträglich umzuschreiben, hätte ich da noch einen kleinen Vorschlag…“, beginnt Kahn auf Instagram, und fährt fort: „Ich würde gerne die Gelbe Karte gegen Michael Ballack im WM-Halbfinale 2002, die zu seiner Sperre für das Finale geführt hat, nachträglich von der FIFA aberkennen lassen.“
Ein Foto von Schiedsrichter Urs Meier, der Ballack die Verwarnung zeigt, begleitet den Beitrag. Kahn betont, dass die deutsche Mannschaft mit dem Kapitän eine realistische Chance auf den Titel gehabt hätte. „Und wenn wir schon dabei sind, könnten wir das Finale gegen Brasilien gleich noch einmal spielen.“
Der Fall Balogun hat zudem wichtige Regeländerungen nach sich gebracht: Seit 2010 dürfen Spieler, die im Viertelfinale verwarnt wurden, nicht für das Finale berücksichtigt werden. Kahn sieht darin eine logische Folge der aktuellen Situation, die aber eben nicht verhindert, dass solche Diskussionen aufkommen.
Die FIFA hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Der Fokus liegt nun voll und ganz auf der anstehenden WM in den USA und Kanada. SPORT1 wird die Ereignisse in Echtzeit begleiten und alle Informationen liefern.