Fuwo kehrt zurück – crowdfunding rettet berliner fußballtradition

Nach 102 Jahren Ausfall droht die Fußball-Woche für immer zu verschwinden. Doch eine engagierte Initiative setzt alles auf eine Karte: Mit Crowdfunding will das Trio Hempel, Loest und Depuhl die legendäre Berliner Fußballzeitung neu ins Leben rufen.

Neuanfang mit fan-unterstützung

Die FuWo, ein fester Bestandteil des Berliner Fußballgeschehens seit 1923, kämpft ums Überleben. Die Gründer, angeführt von Tino Loest, haben sich auf eine Crowdfunding-Kampagne verlassen, um die notwendigen Mittel für den Neustart zu beschaffen. Es geht um mehr als nur eine Zeitung – es ist der Versuch, eine lebendige Fußballtradition zu bewahren.

„Am Ende entscheiden nicht wir, sondern berlin entscheidet, Brandenburg entscheidet, Fußball-Enthusiasten entscheiden“, erklärt Eintracht Mahlsdorfs Präsident und betont die Bedeutung der Fan-Unterstützung. Die Kampagne zielt darauf ab, sowohl Unternehmen als auch individuelle Fans für den Neustart zu gewinnen. Die Aktion bietet verschiedene Stufen der Unterstützung an, von einem 10-Euro Stickerset bis hin zum Status einer „Legende“ für 100.000 Euro.

Regionale liga als bundesliga

Regionale liga als bundesliga

Die FuWo wird sich künftig verstärkt auf digitale Angebote und Social Media konzentrieren. „Die Regionalliga ist unsere Bundesliga“, so Loest. Ein besonderer Fokus liegt auf Sonderheften zum Saisonstart, die den Männer- und Frauenfußball in der Region beleuchten. Das Team plant, die Tradition der detaillierten Berichterstattung von der lokalen bis zur internationalen Ebene fortzusetzen.

Die Startnext-Kampagne unterstreicht die Dringlichkeit: 100.000 Euro sichern, und man wird zur „Legende“ erklärt. Ein mutiger Schachzug, um die Fußball-Woche zu retten – und die Berliner Fußballkultur am Leben zu erhalten.