Überraschung in alter Halle: Alba Berlin besiegt Vize-Meister Ulm im Pokal
Überraschung in alter halle
Weil die Uber Arena besetzt war, musste Alba Berlin im Pokal in der Schmeling-Halle antreten - und siegte deutlich gegen Vize-Meister Ulm.
Favoritenstatus
Albas Sportdirektor Himar Ojeda (53) hatte vorm Pokal-Achtelfinale gegen Ulm noch zugegeben müssen, dass sie nicht die Favoriten seien. Tief stapeln, hoch gewinnen.
Deutlicher sieg
Überraschend deutlich besiegt Alba Berlin Vize-Meister Ratiopharm Ulm mit 90:68 (39:42).
Anfangsschwierigkeiten
In der ersten Hälfte spielte Alba über weite Strecken in der Schmeling-Halle (in der Uber Arena spielte Simply Red). In der Defense war Alba schlampig, vorn verpassten Norris Agbakoko und J‘wan Roberts einfache Lay-ups. Dazu rutschte Martin Hermannsson mit Ball aus. Boogie Ellis wollte mit dem Kopf durch die Wand - klappte auch nicht. Nach knapp zehn Minuten stand es bereits 15:26.
Coachwechsel und rotation
Alba-Coach Pedro Calles wechselte viel, fand aber lange nicht die richtige Rotation. Erst Mitte der zweiten Hälfte waren mit Hermannsson, Griesel, Bean, Kayil und Agbakoko richtigen fünf auf dem Court. Alba war plötzlich bis auf drei Zähler (30:33) dran.
Befreiungsschlag
Der Beginn der zweiten Hälfte war ein unerwarteter Befreiungsschlag. Alba mit einem 14:0-Lauf zum 53:42! Als nach fünfeinhalb Minuten den ersten Korb zum 44:53 machte, war das Spiel schon fast gelaufen.
Endspurt
Bei Alba klappte jetzt fast alles. Und bei Ulm nichts mehr. Im letzten Viertel konnte sich Calles leisten, Bennet Hundt und Nevio Bennfeld einzuwechseln. Diese hatten bis dahin noch keine Sekunde gespielt.
Erleichterung
„Endlich hat alles gepasst“, sagte ein erleichterter Martin Hermannsson (31) glücklich nach dem Spiel. „Alles, woran wir seit Monaten gearbeitet haben. Es fühlt sich wie ein Flashback an. Wie damals 2018, 2019, 2020. Als wir auch immer das Spiel in unserer Hand hatten und gut zusammengespielt haben.“
Beste spieler
- Boogie Ellis (Alba/ 21 Punkte)
- Bryce Brown (Ulm/ 17 Punkte)