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Christian Sengfelder: Ein außergewöhnlicher Basketball-Profi

Christian sengfelder: ein außergewöhnlicher basketball-profi

Christian sengfelder: ein außergewöhnlicher basketball-profi

Christian Sengfelder (30) ist kein gewöhnlicher Basketball-Profi. Er hat ein abgeschlossenes Studium in Psychologie (Bachelor) und Kinesiologie (Körpertherapie/Master) und hält bei Firmen Vorträge über Motivation. Zuletzt sprach er bei der Nürnberger Polizei über Stress-Resistenz.

Seine liebste Freizeitbeschäftigung ist Lesen. In Cafés, im Bus, zu Hause – ständig hat er ein Buch in der Hand. „Ich bin ein Bücher-Nerd und interessiere mich für Dinge wie Ernährung, Schlaf, Atemübungen und Leadership“, sagt er. Aktuell liest er die vierteilige Reihe von Ryan Holiday über die stoizistischen Tugenden Mut, Disziplin, Gerechtigkeit und Weisheit.

Zweites Hobby des gebürtigen Leverkuseners: Standardtanz. Regelmäßig belegt er im Studio seines Bruders, der im rheinischen Meerbusch Tanzlehrer ist, Kurse in Walzer, Rumba und Cha-Cha-Cha.

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Auch auf dem Basketball-Parket fühlt sich Sengfelder pudelwohl. Er gehört zum Kader der Nationalmannschaft und war am Gewinn von EM-Bronze 2022 beteiligt. „Mein großes Ziel ist es, bald wieder für die Nationalmannschaft zu spielen“, sagt Sengfelder. Nächste Gelegenheit sind die WM-Qualifikationsspiele Ende November und Anfang Dezember, wenn die NBA-Stars fehlen.

Vor dieser Saison wechselte der 2,03 Meter große Power Forward aus Dijon (Frankreich) nach Ulm und ist auf Anhieb der Anführer beim Vizemeister, der einige Leistungsträger verlor. Zuletzt war Sengfelder beim 87:80 gegen Rostock in der Easycredit Basketball-Bundesliga mit 22 Punkten und beim 103:96 gegen Pano­nios Athen im Eurocup mit 20 Zählern zweimal der Top-Scorer.

„Ulm war eine Herzensangelegenheit für mich. Die Philosophie des Vereins, Spieler besser zu machen, gefällt mir. Auch wenn ich mit 30 Jahren in meiner Primetime bin, kann ich mich noch weiterentwickeln“, sagt er. „Aber ich sehe meine Aufgabe hier auch darin, meine Erfahrungen an die jüngeren Spieler weiterzugeben.“ Schon bei seinen vorherigen BBL-Stationen in Bamberg und Bonn ging er als Kapitän voran.

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Weiteres Argument für Ulm: „Der Klub ist sehr ambitioniert und möchte oben angreifen“, sagt Sengfelder. „Ich war noch nie in meiner Karriere Meister. Mein Traum ist es, irgendwann oben auf dem Treppchen zu stehen – und in Ulm gibt es die Chance dazu. 2023 haben sie es ja vorgemacht.“

Favorit auf den Titel ist für Sengfelder zwar Bayern. „Aber auch die sind schlagbar“, sagt er.